Oragerie in Ansbach

Städtereise nach Ansbach

Reisebericht einer kurzen Städtereise ins mittelfränkische Ansbach, einer Stadt mit knapp 40.000 Einwohnern. Ansbach wurde erstmals im Jahr 1221 als Stadt erwähnt, bereits 748 wurde hier ein Benediktinerkloster gegründet, das mit einer danebenliegenden Siedlung zusammenwuchs. Durch Ansbach fließt die Fränkische Rezat, ein kleiner Fluss mit nur 63,5 km Länge.

Anreise nach Ansbach


* Reiseführer Franken

Ansbach liegt im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN), daher kann man innerhalb dieses Bereiches sehr günstig mit dem Zug anreisen. Mit dem Tagesticket Plus für 17,50 €, Stand August 2014, können 2 Erwachsene mit bis zu 4 Kindern den ganzen Tag innerhalb dieses Bereiches fahren. Am Wochenende ist das Ticket sogar 2 Tage lang gültig, man könnte also eine zweite Städtereise unternehmen. Wer von weiter her anreist hat die Möglichkeit das Bayern-Ticket oder Wochenend-Ticket zu nutzen.

Aber auch mit dem PKW ist Ansbach gut erreichbar. Die A6 bildet eine Querverbindung von der A7 zur A9, genau in der Mitte befindet sich die Abfahrt Ansbach, von hier sind es nur 5 Kilometer bis in die Stadt. Ansbach liegt außerdem genau auf dem Kreuzungspunkt der B13 und B14.

Die Altstadt von Ansbach

Altstadt in Ansbach

Altstadt in Ansbach

Die Ansbacher Altstadt wurde sehr schön hergerichtet, der gesamte Innenstadtbereich ist mit Kopfsteinpflaster ausgelegt. Breitere Straßen und Plätze sind mit schmalen verwinkelten Gässchen verbunden. Es gibt sehr viele alte Häuser, oft auch Fachwerkhäuser, zu bewundern die fast durchweg stilvoll restauriert wurden. Teilstücke der alten Stadtmauer, die häufig auch in Hausbauten integriert sind, sind noch erhalten. Sehr schön ist auch das Herrieder Tor, ein Torturm aus dem 18. Jahrhundert. Auf den Plätzen gibt es auch schöne Brunnen, Denkmäler und Skulpturen zu bestaunen. Unter anderem auch das Kaspar-Hauser-Denkmal, der 1833 in Ansbach ermordet wurde. Außerdem gibt es einige prachtvolle Kirchen von unterschiedlichen Konfessionen.

St. Gumbertus

St. Gumbertus Barockorgel

St. Gumbertus Barockorgel

Die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Gumbertus ist die ehemalige Klosterkirche von 748, vom 11. bis 18. Jahrhundert war sie die Hof und Stiftskirche. Durch mehrere Um- und Anbauten vereint die Kirche Baustile aus den unterschiedlichen Epochen. St. Gumbertus beherbergt auch die größte Barockorgel Frankens von Johann Christoph Wiegleb aus dem Jahr 1736/38.

St. Johannis

St. Johannis in Ansbach

St. Johannis in Ansbach

Die Kirche St. Johannis gehört ebenfalls zur evangelisch-lutherischen Konfession. Sie verfügt über eine dreischiffige Staffelhalle aus dem 15. Jahrhundert. Die aus Sandsteinquadern gebaute Kirche hat zwei Türme in unterschiedlichen Baustilen.

Synagoge

Die Synagoge in der Rosenbadstraße zählt zu den bedeutendsten barocken Synagogen Süddeutschlands. Im Rahmen einer Stadtführung kann die Synagoge besichtigt werden, sowie jeden 2. und 4. Sonntag in den Monaten Mai bis September.

Markgräfliche Residenz

Residenz in Ansbach

Residenz in Ansbach

Der ehemalige Regierungssitz der Markgrafen beherbergt heute die Regierung von Mittelfranken. Die Markgräfliche Residenz ist schon von außen eine imposante Erscheinung. Das gigantische Bauwerk hat aber im Inneren noch deutlich mehr zu bieten. Im Rahmen einer Führung können 27 Prunkräume besichtigt werden. Zu den Highlights der Führung zählen der doppelgeschossige Festsaal, der Fliesensaal, sowie das Spiegelkabinett.

Hofgarten mit Orangerie

Hofgarten in Ansbach

Hofgarten in Ansbach

Unser erster Anlaufpunkt aber war der Hofgarten, da er in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs liegt. Die Parkanlage ist sehr schön angelegt, mit geschotterten Fußwegen, die von Bäumen flankiert werden. Der Hofgarten verfügt auch über eine große Orangerie, die von 1726 bis 1728 erbaut wurde. An der Orangerie befindet sich ein Gedenkstein an der Stelle wo Kaspar Hauser ermordet wurde. Vor der Orangerie speit ein großer Springbrunnen Wasserfontänen, ringsherum wurden Beete mit Blumen angelegt. In transportablen Pflanzkübeln gibt es auch Büsche, Palmen und Zitrusfrüchte, die im Winter zum Schutz vor der Kälte in der Orangerie untergebracht werden.

Leonhart-Fuchs-Garten

Leonhart-Fuchs-Garten

Leonhart-Fuchs-Garten

Neben dem Hofgarten befindet sich der Leonhart-Fuchs-Garten aus dem 16. Jahrhundert. Leonhart Fuchs gilt als der Vater der Botanik und war außerdem Leibarzt des Marktgrafen. Bekannt ist Leonhart Fuchs vor allem durch sein Kräuterbuch, mit der Dokumentation zahlreicher Heilkräuter.

Karlsplatz

Karlsplatz in Ansbach

Karlsplatz in Ansbach

Ein Stück außerhalb der Altstadt, gegenüber vom Bahnhof liegt der Karlsplatz. Dieser wurde erst im 18. Jahrhundert angelegt. Hier steht die katholische Pfarrkirche St. Ludwig, die von 1834 bis 1840 erbaut wurde. Gegenüber der Kirche sind die Stadtbücherei, das Archiv und das Kulturzentrum untergebracht. Die klassizistische Karlshalle, auf der anderen Seite der Kirche, wird heute als Konzert- und Tagungshalle genutzt.

Ansbacher Bratwurst-Führung

Eine Stadtführung der besonderen Art ist die Ansbacher Bratwurst-Führung. Für 22 € pro Erwachsenen und 16 € pro Kind kann man an einer dieser Führungen, die an wenigen festgelegten Terminen stattfinden, teilnehmen. Im Preis inbegriffen ist die Führung, ein fränkisches Kratzbrot, das Hauptgericht mit Getränk, sowie ein Bratwurst-Präsent.
Bei dieser Führung besucht man eine Metzgerei bei der man alles über die Herstellung dieser fränkischen Spezialität erfährt. Anschließend geht es in eine der Traditions-Gaststätten von Ansbach, wo man die Bratwürste genießen kann.
Außer einigen traditionellen Gasthäusern mit typisch fränkischer Küche, gibt es natürlich auch die verschiedensten internationalen Restaurants.