Blick auf Barcelona

Städtereise nach Barcelona

Barcelona ist die Hauptstadt Kataloniens, die Katalanen sehen sich nicht als Spanier und wären lieber ein eigenständiges Land. Das sieht man auch an der Sprache, das Katalanisch unterscheidet sich vom Spanischen, es hat auch Einflüsse aus dem Französischen und Italienischen. Für uns war das aber bedeutungslos, da sowieso keiner über einen größeren spanischen Wortschatz verfügte. Deutsch verstehen hier nur wenige, aber mit Englisch kommt man ganz gut zurecht.

Barcelona wurde wie so viele Städte im Mittelmeerraum von den Römern gegründet. Später kamen die Westgoten, Mauren und Franken, die Barcelonas Bauten und Sprache beeinflussten. Das warme Klima, Strände, Architektur, Kunstwerke und Museen ziehen immer mehr Touristen in die Stadt. Wir hatten bereits ein Jahr früher gebucht, da es sonst passieren kann dass man keine Unterkunft mehr bekommt, oder eben nehmen muss was noch übrig ist.

Anreise nach Barcelona


* Reiseführer Barcelona

Die An- und Abreise war etwas beschwerlich, da wir keinen Direktflug hatten. Wir fuhren erst mit dem Zug von Bamberg nach Nürnberg und flogen dann mit Air-Berlin in die Landeshauptstadt. In Berlin hatten wir erst einmal 3 Stunden Aufenthalt bis zum Abflug nach Barcelona. Nach weiteren 2,5 Stunden erreichten wir den Flughafen Barcelona-El Prat. Vom Flughafen aus ging es dann mit dem Aerobus zum Placa de Catalunya, das Ticket zahlt man direkt beim Busfahrer. Unser Hotel lag von hier aus nur eine U-Bahnstation entfernt in der Nou de la Rambla. Wir kauften uns Zehnerkarten für die U-Bahn, das kommt wesentlich günstiger als Einzelkarten. Dann fuhren wir zur U-Bahnhaltestelle Liceu an der Rambla.

Vorsicht Taschendiebe in Barcelona!

Barcelona ist wirklich eine sehr schöne Stadt, aber wie so oft im Leben birgt die Schönheit auch Gefahren. Der Organisator unserer Reise hatte uns zwar vorgewarnt, dass bisher immer auf seinen Reisen nach Barcelona jemand bestohlen wurde, aber so schnell hätten wir nicht damit gerechnet. Noch nicht einmal im Hotel angekommen, wurde einer Frau unserer Reisegruppe die Geldbörse aus der Handtasche gestohlen. Neben 300 € war auch noch der Personalausweis weg, da war die Stimmung erst einmal im Keller.

Man sollte es den Taschendieben möglichst schwer machen, hier ein paar Tipps:

  • Besondere Vorsicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und bei großen Menschenansammlungen
  • Größere Geldbeträge, EC-Karte und Ausweis am besten in Gürteltasche oder Brustbeutel unter der Kleidung eng am Körper tragen
  • Börse mit Geld für den Tagesbedarf in der vorderen Hosentasche tragen
  • Handtaschen oder Rucksack vorne am Körper tragen

Unterkunft im Hotel Gaudi mit Blick auf das Palau Güell

Dachterrasse des Palau Güell

Dachterrasse des Palau Güell

Von der U-Bahnhaltestelle waren es nur noch wenige Meter zu unserem Hotel. Wir hatten das Hotel Gaudi gebucht, das direkt gegenüber von Palau Güell liegt, eines der ersten Werke von Antoni Gaudi. Der Vorteil dieses Hotels ist, dass man von der Dachterrasse aus direkt auf die Dachterrasse des Palau Güell blicken kann. Hier gibt es einige Installationen des Künstlers zu bewundern. Auch das Innere des Palau Güell ist reich an Kunstwerken und speziell angefertigten Möbelstücken. Das Palau Güell kann während der Öffnungszeiten besichtigt werden, dann hat auch der zahlende Tourist die Möglichkeit die kunstvolle Terrasse zu besichtigen.

Die Werke von Antoni Gaudi prägen das Stadtbild Barcelonas

Der Architekt Antoni Gaudi wurde am 25.06.1852 in der katalanischen Stadt Reus geboren und verstarb am 10.06.1926 in Barcelona. Antoni Gaudi und Eusebi Güell verband eine tiefe Freundschaft, Güell verschaffte dem Künstler eine Vielzahl an Aufträgen, die das Stadtbild von Barcelona nachhaltig prägten. Der Industrielle Eusebi Güell gilt als einer der reichsten Menschen aller Zeiten, nach heutigen Maßstäben würde sich sein Besitz auf 70 Milliarden Euro belaufen. Nur dadurch war es Gaudi möglich, so viele Bauwerke zu planen und der Stadt Barcelona seinen Stempel aufzudrücken.

Die Rambla, Barcelonas Flaniermeile

Da wir erst Abends im Hotel ankamen, war schon bald Zeit für das Abendessen. Wir machten uns also auf den Weg zur Rambla die nur 50 Meter von unserem Hotel entfernt lag. Die Rambla ist die Flaniermeile in Barcelona, sie verbindet den Hafen mit dem Placa de Catalunya. Das Besondere an der Rambla ist, dass sich der Fußgängerbereich zwischen den Fahrspuren befindet. Entlang der Rambla liegt ein Restaurant neben dem anderen. Die Kellner müssen die Straße überqueren um ihre Gäste auf dem Fußgängerbereich zu bewirten. Essen und Getränke sind hier auch meist ein oder zwei Euro teurer als im dazugehörigen Restaurant an der Straße. Überall animieren die Kellner die Touristen dazu, sich zu setzen und zu Essen und zu Trinken. Man sollte aber erst die Preise vergleichen, die teilweise extrem differieren, wie schon gesagt ist es drinnen auch meist preiswerter als draußen.

Placa Reial

Placa Reial

Unser Ziel war heute aber nicht die Rambla, sondern der Placa Reial, der „Königliche Platz“. Der Organisator unserer Reise kannte hier ein gutes Restaurant. Rund um den Placa Reial gibt es mehrere Restaurants, bei unserem Zielobjekt hatte sich bereits eine längere Schlange an Gästen gebildet. Auch beim Restaurant daneben sah es nicht viel besser aus, aber drinnen war noch reichlich Platz. Da wir hungrig waren gingen wir hinein und gaben unsere Bestellung auf. Mir persönlich war es sowieso lieber drinnen zu Essen, nach dem Vorkommnis bei der Anreise hätte ich draußen keine Ruhe gehabt. Das Essen war ganz Okay, wenn man Essensmenge und Preise natürlich nicht mit unseren fränkischen Verhältnissen vergleichen kann.

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