Nürnberg

Städtereise nach Nürnberg


* Reiseführer Nürnberg

Nürnberg ist mit knapp 500.000 Einwohnern nach München die zweitgrößte Stadt in Bayern. Die Franken-Metropole bildet zusammen mit Fürth, Erlangen und Schwabach einen Ballungsraum mit insgesamt 1,2 Millionen Einwohnern. Nürnberg ist aber nicht nur eine Großstadt, sondern hat auch eine schöne Altstadt mit vielen historischen Gebäuden. Da wir nur 60 Kilometer von Nürnberg entfernt wohnen, waren wir schon unzählige male hier und haben viel gesehen. Daher kann ich eine Städtereise nach Nürnberg nur empfehlen, aber nehmen Sie sich etwas Zeit. Es gibt hier so viele Sehenswürdigkeiten, dass es den Rahmen sprengen würde alles aufzuzählen, deshalb beschränke ich mich auf die wichtigsten Attraktionen.

Anreise nach Nürnberg

Nürnberg Weißer Turm

Nürnberg Weißer Turm

Verkehrsmäßig ist Nürnberg sehr gut angebunden, ob per Bahn, Flugzeug, Auto, Fernbus oder Fahrrad, alle Transportwege sind vorbildlich ausgebaut. Mit dem PKW erreicht man Nürnberg über die A3 von Frankfurt oder Regensburg kommend, oder die A9 aus den Richtungen Berlin und München. Direkt durch die Stadt führt die A73, die A3 und A9 miteinander verbindet. Nürnberg bildet auch den Knotenpunkt zahlreicher Bundes und Landstraßen.

Auch per Bahn ist Nürnberg aus allen Richtungen sehr gut angebunden. Im Hauptbahnhof halten nicht nur Züge des Nah- und Fernverkehrs, sondern auch ICE-Züge. Der Verkehrsverbund Nürnberg (VGN) hat einen Durchmesser von über 100 Kilometern, so dass die Stadt aus einem großen Bereich günstig erreichbar ist.

Der Nürnberger Flughafen hat Flugverbindungen in zahlreiche deutsche Städte, ist aber auch international angebunden. Die Innenstadt ist vom Flughafen aus per U-Bahn erreichbar.

Auch mit dem Fahrrad zieht es viele Touristen nach Nürnberg, zum Beispiel über den Regnitz-Radweg oder den Fünf-Flüsse-Radweg.

Geschichte Nürnbergs

Weinstadel und Wasserturm

Weinstadel und Wasserturm

Wann genau die Stadt gegründet wurde ist nicht überliefert, man vermutet dass es zwischen 1000 und 1040 war. Im Jahr 1219 wurde Nürnberg eine freie Reichsstadt, ihre Blütezeit lag zwischen 1470 und 1530. Viele deutsche Kaiser wählten Nürnberg als ihren Aufenthaltsort aus. Nürnberg brachte auch viele Künstler hervor, wie zum Beispiel Albrecht Dürer oder Hans Sachs. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt zwar nicht erobert, aber große Teile des Umlandes verwüstet. Seit dem 19. Jahrhundert ist Nürnberg ein wichtiger Wirtschaftsstandort in Bayern, hier fuhr auch die erste deutsche Eisenbahn. Im 2. Weltkrieg war Nürnberg häufiges Ziel von Bombenangriffe und große Teile der Stadt wurden zerstört.

Nürnbergs Altstadt

Nürnberg-Henkersteg

Nürnberg-Henkersteg

Die Nürnberger Altstadt war nach dem 2. Weltkrieg zu 90% zerstört, die wichtigsten historischen Bauwerke wurden aber wieder aufgebaut. Die Altstadt wird mit der fünf Kilometer langen Stadtmauer, die fast vollständig erhalten ist eingerahmt.
Einen großen Teil der historischen Gebäude kann man durch einen Stadtrundgang auf der „Historischen Meile“ besichtigen. Auf dem beschilderten Rundweg liegen die folgenden Sehenswürdigkeiten:

Stadtbefestigung Tiergärtnertor
Marthakirche Albrecht-Dürer-Haus
Klarakirche Historischer Kunstbunker
Mauthalle Krämersgassen
Lorenzkirche Unterirdische Felsengänge
Nassauerhaus Schürstabhaus
Heilig-Geist-Spital Sebalduskirche
Frauenkirche Sebalder Pfarrhof
Hauptmarkt Weißgerbergasse
Schöner Brunnen Kettensteg
Rathaus Weinstadel
Fembohaus Unschlittplatz
Kaiserburg Unschlitthaus
Nuorenberc“ (Felsenberg) Henkersteg
Handwerkerhäuschen An den Fleischbänken
Pilatushaus

Nürnberger Burg

Nürnberger Burg

Nürnberger Burg

Das Wahrzeichen der Stadt, die Nürnberger Burg, liegt oberhalb der Altstadt auf einem Sandsteinberg und ist weithin sichtbar. Sie besteht aus der Kaiserburg und den Resten der Burggrafenburg. Die Kaiserburg mit Sinwellturm, Tiefem Brunnen, Doppelkapelle und Palas geht über in die Burggrafenburg mit ihrem Fünfeckturm. In der alten Kaiserstallung wurde eine große und moderne Jugendherberge untergebracht.

Innenhof der Kaiserburg

Innenhof der Kaiserburg

Im Rahmen einer Führung hat man die Möglichkeit die Kaiserburg zu besichtigen. Außerdem ist im Burgmuseum das Germanische Nationalmuseum untergebracht, das man separat besichtigen kann. Der Burghof und die Burggärten können kostenlos besichtigt werden. Aus dem Burghof heraus hat man einen einmaligen Blick auf die Stadt Nürnberg und weit drüber hinaus.

Handwerkerhof Nürnberg

Handwerkerhof Nürnberg

Handwerkerhof Nürnberg

Sehr sehenswert ist der Nürnberger Handwerkerhof, gegenüber vom Hauptbahnhof direkt am Königstor. In zahlreichen kleinen Fachwerkhäuschen wird alte Handwerkskunst vorgestellt. Die unterschiedlichsten Produkte werden hier ausgestellt und auch zum Kauf angeboten.

Hier die einzelnen Handwerkszweige als Liste: Blechspielzeugladen, Lebküchnerei, Glasmalerei, Töpferei, Kunstgewerbeladen, Lederkunst, Goldschmiede, Glaswerkstatt, Puppenstube, Zinngießerei, DIZZY’S Galerie, Holzbrandmalerei.
Für das leibliche Wohl wird in einer Schankwirtschaft, einer Fränkische Weinstube und bei Bratwurst-Glöcklein gesorgt.

Christkindlesmarkt

Weltweit bekannt ist der „Nürnberger Christkindlesmarkt“ ein Weihnachtsmarkt für das ein 16 bis 19 jähriges Mädchen zum Christkind gewählt wird. Mit rund zwei Millionen Besuchern jährlich ist er einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Der Nürnberger Christkindlesmarkt beginnt immer am Freitag vor dem ersten Adventssonntag und endet am 24. Dezember, außer der Heilige Abend fällt auf einen Sonntag, dann endet er bereits am 23. Dezember. Der Christkindlesmarkt findet auf dem Hauptmarkt und angrenzenden Straßen und Plätzen statt.

Nürnberger Christkindlesmarkt

Nürnberger Christkindlesmarkt

In zahlreichen weihnachtlich geschmückten Ständen gibt es alle möglichen Weihnachtsartikel zu kaufen. Es werden zum Beispiel Weihnachtssterne, Krippen, Weihnachtskugeln, Kerzen, Spielwaren, Nürnberger Lebkuchen, Zwetschgenmännle und so weiter angeboten. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Neben allen möglichen Nasch- und Esswaren werden vor allem die berühmten Nürnberger Bratwürste, sowie der original Nürnberger Glühwein angeboten.

Direkt hinter dem Christkindlesmarkt am Rathausplatz findet seit 1998 auch ein Markt der Partnerstädte statt. Hier werden landestypische Waren, Getränke und Lebensmittel angeboten. Die Stände kommen aus den folgenden Städten: Antalya, Atlanta, Córdoba, Charkiw, Gera, Glasgow, Kavala, Krakau, Nizza, Prag, San Carlos, Shenzhen, Skopje, Venedig, Limousin, Bar, Santiago de Cuba, Verona, Kalkudah.

Tiergarten Nürnberg

Nürnberg Tiergarten

Nürnberg Tiergarten

Ein großer Zuschauermagnet ist auch der Tiergarten in Nürnberg. Es ist wohl einer der schönsten Tiergärten in Deutschland. Das Gelände ist mit 67 Hektar sehr großzügig angelegt und die Tiere haben in dem Landschaftszoo viel Platz. Vor allem seit das Delfinarium um eine große Freianlage erweitert wurde, stieg der Zuspruch nationaler wie auch internationaler Besuchern nochmals an.

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Kulinarisches

Die Franken im Allgemeinen sind Genussmenschen, die eine eher deftige Küche bevorzugen. Typisch für die Region sind Schweinebraten, fränkischer Sauerbraten oder Ente, dazu werden Klöße und Kraut gereicht. Gerne macht man aber auch Brotzeit mit verschiedener Hausmacherwurst, Schinken oder Käse. Vor allem im Sommer geht der Franke gerne in einen der zahlreichen Biergärten und isst zum fränkischen Bier eine Brotzeit.

Eine besondere Spezialität aus Nürnberg sind die Nürnberger Bratwürste, die nur knapp 10 Zentimeter lang sind. Der Nürnberger isst meist „drei im Weggla“, also drei Bratwürste im Brötchen. In Gaststätten werden sie aber auch mit Sauerkraut und Brot gereicht.

Eine weitere Spezialität sind die Nürnberger Lebkuchen, die vor allem zur Weihnachtszeit reißenden Absatz finden. Bei den Nürnberger Lebkuchen handelt es sich nicht um eine bestimmte Lebkuchensorte, sondern es ist ein geschützter Begriff für Lebkuchen aus der Region. Neben großen Firmen, gibt es auch viele kleine Handwerksbetriebe, die Nürnberger Lebkuchen herstellen.