Regensburg

Städtereise nach Regensburg

Wir haben schon mehrmals eine Städtereise nach Regensburg unternommen, auch beruflich war ich schon einige Wochen hier. Die Stadt liegt an der Donau, hat circa 145.000 Einwohner und ist nach München, Nürnberg und Augsburg die viertgrößte Stadt Bayerns. Regensburg ist die Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberpfalz und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Regensburger Altstadt wurde im Jahr 2006 ins UNESCO-Welterbe aufgenommen.

Vom Römerkastell zur Großstadt

Porta Praetoria

Porta Praetoria

Bereits um 79 n. Chr. begannen die Römer das Kastell Kumpfmühl zu errichten. Das Lager diente als Beobachtungsposten für die Regen- und Naabmündung, die hier in die Donau fließen. Später wurde dieses Kastell von den Markomannen zerstört, nachdem diese vertrieben waren, wurde das Lager ab 175 n. Chr. neu aufgebaut. Aus dem Legionslager Castra Regina und der Zivilstadt darum herum, bildete sich die heutige Großstadt Regensburg.

Anreise
Regensburg ist Verkehrstechnisch gut angebunden. Es liegt an der A3 zwischen Nürnberg und Passau. Außerdem kreuzen sich hier die A93 und die A3. Auch mit der Bahn ist die Hauptstadt der Oberpfalz sehr gut erreichbar, selbst ICE’s halten im Hauptbahnhof. Vom Bahnhof aus sind es nur wenige hundert Meter in die Altstadt. Außerdem fahren Flusskreuzfahrtschiffe die Stadt an der Donau an.

Sehenswertes in der Altstadt von Regensburg

Die Altstadt von Regensburg ist wirklich wunderschön, zahlreiche historische Bauwerke reihen sich aneinander. Es würde zu weit führen, in diesem Reisebericht alle Sehenswürdigkeiten der Weltkulturerbe-Stadt zu dokumentieren. Ich beschränke mich auf die wichtigsten Bauwerke innerhalb der Altstadt. Wer sich vor einer geplanten Städtereise genauer informieren möchte, kann sich einen * Reiseführer Online bestellen.

Das Legionslager Castra Regina

Castra Regina heißt soviel wie Kastell am Regen, was der Stadt auch ihren späteren Namen gab. Das Lager wurde etwa 175 n. Chr. direkt an der Donau in Steinbauweise errichtet. In den folgenden Jahrhunderten, wurde es mehrfach angegriffen und niedergebrannt. Noch heute sind sind Reste der ehemaligen Befestigungsmauer, sowie der Stadttore vorhanden. Reste der Porta Praetoria (das Nordtor) wurden in die weißgekalkten Mauern des Bischofshofes integriert.

Die Steinerne Brücke

Steinerne Brücke

Steinerne Brücke

Eines der Wahrzeichen Regensburgs, ist neben dem Dom, die Steinerne Brücke. Sie gilt als ein Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst. Die älteste noch erhaltene Brücke Deutschlands wurde bereits im Jahr 1146 fertiggestellt. Mit über 300 Metern Länge verbindet die Steinbogenbrücke die Altstadt mit dem Stadtteil Stadtamhof, der auf einer Insel liegt. Dabei überquert sie die Verbindung der Donauinseln Oberer Wöhrd und Unterer Wöhrd.

Der Dom St. Peter

Ein imposanter Anblick ist der Regensburger Dom St. Peter. Beim fotografieren des Doms hatte ich Probleme die 105 Meter hohen Türme ins Bild zubekommen, da die Häuser gegenüber nicht weit genug weg sind. Nachdem der Vorgängerbau bei einem Stadtbrand zerstört wurde, hat man 1273 mit dem Neubau begonnen. Um 1520 wurde der Bau, in seiner ersten Version fertiggestellt. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Dom mehrfach umgebaut, oder erweitert. Erst 600 Jahre nach Baubeginn wurde der Dom in seiner heutigen Form vollendet.

Regensburger Dom

Regensburger Dom

Dom innen

Dom innen

Aber nicht nur von außen ist das gotische Bauwerk sehenswert, auch das Innere des Doms ist eine Augenweite. In den meisten Fenstern sind noch die mittelalterlichen Glasmalereien vorhanden. Bei Tageslicht ein farbenprächtiger Anblick. Der silberne Hochaltar wirkt ausgesprochen prunkvoll und ist reich verziert. Gleich mit zwei Orgeln ist der Dom St. Peter ausgestattet, die Chororgel direkt hinter dem Hochaltar, sowie der neuen Hauptorgel im nördlichen Querschiff. Die neue Rieger-Orgel ist die größte freihängende Orgel der Welt.

Das Fürstliche Schloss Thurn und Taxis

* Reiseführer

Das ehemalige Kloster St. Emmeram, wurde im Jahr 1810 vom Fürstenhaus Thurn und Taxis aufgekauft und zum Residenzschloss ausgebaut. Noch heute werden Teile des Schlosses von Angehörigen des Fürstenhauses bewohnt. Die Prunkräume des Schlosses können besichtigt werden. Auch die erhalten gebliebenen Teile des Kreuzganges vom ehemaligen Kloster können im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Auf dem Gelände ist auch das Marstallmuseum, ein Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums untergebracht. Ausgestellt werden historische Kutschen, sowie die Fürstliche Schatzkammer Thurn und Taxis. Die Schatzkammer beinhaltet Goldschmiedekunst, Gläser, Porzellan, Möbel, Uhren sowie eine Gewehrsammlung.

Historische Wurstküche

Historische Wurstküche

Historische Wurstküche

Direkt neben der Steinernen Brücke steht die historische Wurstküche, auch Wurstkuchl genannt. Von 1135 bis 1146 fungierte das kleine Gebäude, während des Baus der Steinernen Brücke, als Baubüro. Danach wurde daraus eine Garküche, zur Versorgung der Hafen- und Bauarbeiter. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts ist das Wurstkuchl eine Wurstbraterei, weltweit der älteste Betrieb dieser Art.

Die Bratwürste werden noch heute, in der eigenen Metzgerei, nach altem Rezept hergestellt. Auch das Sauerkraut, sowie der süße Senf sind selbst gemacht. Neben den Bratwürsten mit Kraut, werden auch andere Speisen angeboten. Das historische Stüberl bietet nur 28 Gästen Platz, im Freien direkt an der Donau, gibt es nochmal Sitzplätze für circa 100 Personen. Man kann sich aber auch einfach Bratwürste im Brötchen mitnehmen, die sind wirklich sehr lecker.

Sonstiges

In Regensburg gibt es auch zahlreiche Museen und sonstige kulturelle Einrichtungen. Im Stadtgebiet stehen insgesamt 1346 Baudenkmäler, zu viele um alle zu besichtigen. Auch das Freizeitangebot ist einer Großstadt angemessen. Kulinarisch gibt es neben der typisch Oberpfälzer Küche, natürlich auch alle Arten internationaler Restaurants. Von Regensburg aus kann man auch eine Schifffahrt auf der Donau unternehmen. Es werden Tagesausflüge nach Kelheim, Kloster Weltenburg, sowie ins Altmühltal angeboten.