Rothenburg

Städtereise nach Rothenburg ob der Tauber

Wohl eine der schönsten Städte Deutschlands ist Rothenburg ob der Tauber, mit seiner zu großen Teilen erhaltenen mittelalterlichen Altstadt. Das mittelfränkische Rothenburg gehört zum Landkreis Ansbach und liegt an der Tauber. Jedes Jahr besuchen zigtausende Touristen die malerische Kleinstadt, vor allem bei den Amerikanern und Japanern genießt Rothenburg eine große Beliebtheit. Wir selbst waren schon des öfteren hier, da Rothenburg von Bamberg aus gesehen den Endpunkt des Aischtalradweges bildet, der zu unseren Lieblingsradtouren zählt.

Geschichte Rothenburgs

Rothenburg hatte seinen Ursprung in seinem jetzigen Stadtteil Detwang, das 970 errichtet wurde. Den Name Rothenburg erhielt die Stadt vom Grafen Comburg-Rothenburg, der um 1070 oberhalb der Tauber die Burg Rothenburg errichtete, daher auch der Namenszusatz „ob der Tauber“. Die Familie Comburg-Rothenburg gründete sechs weitere Städte mit dem Namen Rothenburg. Im Jahr 1356 wurde die Burg durch ein Erdbeben zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Rothenburg 1631 von General Graf von Tilly eingenommen. Nach einer Legende rettete Der Bürgermeister die Stadt vor der Zerstörung, indem er einen Krug mit 3,25 Liter Wein auf einen Zug leerte.
Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges wurde fast die Hälfte Rothenburgs durch Bombenangriffe der Amerikaner zerstört. Der größte Teil der alten Kulturdenkmäler blieb aber erhalten und die zerstörten Gebäude wurden später wieder aufgebaut. Hierbei beteiligten sich auch viele Amerikaner mit Spendengeldern.

Anreise nach Rothenburg


* Reiseführer Franken

Rothenburg ob der Tauber hat einen Bahnanschluss und liegt gerade noch innerhalb vom Verkehrsverbund Nürnberg (VGN). Daher ist die Stadt aus dem Großraum Nürnberg gut und günstig per Bahn erreichbar. Wer von weiter her anreist kann auf das Bayern-Ticket, oder Wochenend-Ticket zurückgreifen.

Mit dem PKW erreicht man Rothenburg am besten über die Autobahn A7. Die Ausfahrt Rothenburg liegt zwischen Würzburg und Ulm, zur Innenstadt sind es von hier aus nur noch 2,5 Kilometer.

Wie schon oben beschrieben, kann man natürlich auch mit dem Fahrrad nach Rothenburg ob der Tauber reisen. Hier treffen sich der Aischtal-Radweg, der Altmühltal-Radweg sowie der Taubertal-Radweg.

Außerdem bieten viele Busreiseunternehmen Ein- oder Mehrtagesfahrten nach Rothenburg ob der Tauber an.

Die Sehenswürdigkeiten von Rothenburg

Die Sehenswürdigkeiten von Rothenburg liegen zum großen Teil innerhalb der Stadtmauern der historischen Altstadt. Hier gibt es eine Vielzahl alter Gebäude, auch viele Fachwerkhäuser zu bewundern. Große Teile der Altstadt sind mit Kopfsteinpflaster ausgelegt und die Gebäude wurden liebevoll restauriert. Kleine Geschäfte bieten eine reiche Auswahl an Souvenirs feil und einige Gaststätten und Cafés laden zum Verweilen ein.

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Die Liste der Baudenkmäler von Rothenburg ist sehr lang, es wäre müßig alle aufzuzählen, hier ein kurzer Auszug:

Stadtmauer mit Wehrgang

Stadtmauer mit Wehrgang

Stadtmauer mit Wehrgang

Die Altstadt von Rothenburg hat eine innere Stadtmauer die um 1172 entstand und eine äußere Stadtmauer, die von 1360 bis 1388 erbaut wurde. Die Stadtmauer ist vollständig erhalten, auf dem 4 Kilometer langen Rundweg um die Altstadt kann man 2 Kilometer auf der überdachten Stadtmauer zurücklegen. Der Weg um die Altstadt ist mit 40 Wehrtürmen flankiert, ein wirklich beeindruckender Anblick, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Marktplatz mit Rathaus

Marktplatz

Marktplatz

Den Mittelpunkt von Rothenburg ob der Tauber bildet der schön gestaltete Marktplatz. Hier trifft man sich zu Stadtführungen, oder einfach um die historischen Gebäude rundherum zu bewundern. Direkt am Marktplatz befindet sich auch das Rothenburger Rathaus, ein wirklich imposantes Gebäude mit verschiedenen Baustilen. Einen starken Kontrast dazu bilden das Fleisch- und Tanzhaus hinter dem Georgsbrunnen, zwei sehr schöne Fachwerkhäuser.

Ratstrinkstube mit Kunstuhr

Ratstrinkstube

Ratstrinkstube

In der Ratstrinkstube trafen sich früher die Ratsherren, heute beherbergt es den Rothenburger Tourismus Service. Die Kunstuhr stellt den legendären Meistertrunk von 1631 nach. Zwischen 10:00 und 22:00 Uhr, zu jeder vollen Stunde, werden die Fensterläden geöffnet. Zu sehen sind Graf Tilly und Bürgermeister Nusch, der den Krug auf einen Zug leert.

Hegereiterhaus

Ein weiterer Blickfang ist das Hegereiterhaus mit seinem spitzen Dach und dem angebauten runden Treppenturm. Es befindet sich im Spitalhof, hier war früher die Spitalküche untergebracht.

Gerlachschmiede

Die Gerlachschmiede ist wohl eines der schönsten Fachwerkhäuser Rothenburgs. Es wurde 1945 bei einem Bombenangriff vollständig zerstört, aber 1951 wieder vollständig neu aufgebaut.

Plönlein

Das Plönlein ist ein kleiner Platz, mit schmalem Fachwerkhaus, eingerahmt vom Siebersturm und dem Kobolzeller Tor. Rechts und links davon stehen schön renovierte Bürgerhäuser, ein beliebtes Postkartenmotiv Rothenburgs.

Topplerschlösschen

Außerhalb der Stadtmauern an der Tauber befindet sich das Topplerschlösschen. Hierbei handelt es sich um ein Wasserschlösschen, das sowohl als Wohnhaus, als auch als Wehrturm diente. Genauso sieht es auch aus, ein Wohnhaus das auf einem Turm steht, ein außergewöhnlicher Anblick.

Rödertor und Röderturm

Das Rödertor wird von zwei Zoll- und Wachhäuschen mit spitzen Dachgiebeln flankiert. Nach dem Vortor kommt der Zwinger. Von den Streichtürmen aus konnten hier auch noch Angreifer, die die erste Hürde überwunden hatten, bekämpft werden. Der Röderturm steht hinter dem Rödertor, er ist der älteste Teil dieser Toranlage aus dem 13. Jahrhundert.

Rödertor und Röderturm

Rödertor und Röderturm

Rödertor

Rödertor

Museen in Rothenburg

Rothenburg ob der Tauber hat auch einige Museen zu bieten, die dem interessierten Touristen das frühere Leben in Rothenburg näher bringt. Zu nennen wären hier das Kriminalmuseum, Reichsstadtmuseum, Puppen- und Spielzeugmuseum, Deutsches Weihnachtsmuseum, Handwerkerhaus und das Historiengewölbe mit Staatsverlies.

Kirchen in Rothenburg

Auch einige teils sehr beeindruckende Kirchengebäude gibt es in Rothenburg zu bestaunen. Allem voran die Stadtkirche St. Jakob mit dem Heiligblut-Retabel von Tilman Riemenschneider. Des weiteren sind die Franziskanerkirche, Heilig Geist Kirche, St. Johannis Kirche und die St. Wolfgangskirche zu nennen.

Taubertal-Festival

Taubertal-Festival

Taubertal-Festival

Neben den vielen historischen Gebäuden hat Rothenburg ob der Tauber aber auch etwas für die Jugend zu bieten. Seit 1996 findet hier jedes Jahr das Taubertal-Festival statt. Das Rock- und Pop-Open Air findet im August auf der Rothenburger Eiswiese statt. An den drei Tagen besuchen täglich circa 15.000 Zuschauer die Konzerte angesagter deutscher und internationaler Bands.

Weihnachten in Rothenburg

In Rothenburg ob der Tauber ist das ganze Jahr Weihnachten. Schon seit dem 15. Jahrhundert findet hier in der Adventszeit ein weithin beliebter Weihnachtsmarkt statt. Höhepunkte sind hierbei die Auftritte des „Rothenburger Reiterle“, deshalb wird der Weihnachtsmarkt auch Reiterlesmarkt genannt. Außerdem gibt es in Rothenburg wie bereits oben erwähnt das Deutsche Weihnachtsmuseum, welches ganzjährig geöffnet hat. Bei Käthe Wohlfahrt kann man das ganze Jahr über Weihnachtsschmuck kaufen, was sich vor allem bei den amerikanischen und asiatischen Touristen großer Beliebtheit erfreut.